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Transferleistungen der besonderen Art

Übersetzungen sind ohne Zweifel eine ganz besondere Art der Transferleistung, die beim Übertragen der einen Sprache in die andere mithilfe von speziellen Gehhilfen (also Wörterbüchern) den einen oder anderen Verlust erleidet. Vielleicht ist es aber auch eher ein Transformation oder auch Transmutation, die das Übersetzen bewirkt, vor allem dann, wenn Maschinen beginnen Menschen zu ersetzen.

SprachenInsofern verwundert und befremdet es nicht nur die Sprache, dass das Berufsbild des Übersetzers nicht als Handwerk anerkannt ist und viele, die sich in dieser Kunst des akribischen Übertragens von so etwas Eigensinnigem wie Konnotaten und Denotaten tagaus tagein im wahrsten Sinne der übersetzen Wörter und Phrasen die Finger und Gehirnwindungen zerbrechen. Schließlich sind es ja mehrere Kanäle, aus denen es bei einer Übersetzung fast wie von selbst aus dem Übersetzer heraussprudelt, tatsächlich vergleichbar mit Schifffahrtsstraßen, die mal enger, mal breiter, mal tiefer und mitunter auch mal heimtückischer das Übersetzen(mit Betonung auf der ersten Silbe) zu einem Abenteuer werden lassen können.Es verwundert demnach nicht, dass ‚übersetzen‘ eines jeder deutschen Verben ist, bei denen die Betonung oder Nichtbetonung der festen Vorsilbe vermeintlich schwerwiegende Bedeutungsunterschiede ausmachen kann. Dabei sind beide Entsprechungen tief in der eigentlichen Übersetzung des lateinischen transducere verwurzelt. Man stelle sich einen Agens (also Handelnden) vor, der die Wörter an die Hand nimmt und sie über sämtliche Sprachbarrieren und Wortblockaden in die andere Sprachfamilie (Sprachkürzel) führt.Die Vorstellung, dass der Übersetzer dabei der tatsächlich und ausschließlich Handelnde sei, ist insofern zu einfach gedacht, als dass doch jedem bewusst ist, wei viel Eigenleben jede Sprache, jedes Wort aufweisen. Jedes Morphem als kleinste bedeutungstragende Einheit, gleicht ja praktisch einem Molekül, dass gerne und unbedacht beliebige Verbindungen mit anderen Molekülen eingeht, woher auch immer diese stammen mögen. In diesem Sinne lässt sich die eine oder andere Übersetzung auch als ein Akt roher Gewalt verstehen, vor allem dann, wenn Maschinen am Werk sind, welche die Sprache lieblos von dem einen in den anderen Kulturkreis zerren.Gut, dass es also mehrere Pfade gibt, Worte mehr oder weniger sanft auf die andere Seite zu bringen. Übersetzungen gehen da unterschiedlich vor, auch weil sie sich vielfältigen Herausforderungen gegenübergestellt sehen. Fachübersetzungen beispielsweise bedürfen entsprechender Lexika, da hier die Terminologie entscheidend ist. Zusammengesetze Wörter (Komposita) Bestandteil für Bestandteil zu übersetzen, ist mitunter wenig sinnvoll und führt zu teilweise unverständlichen Resultaten.

Prosa oder gar Gedichte zu übersetzen wiederum erfordert vor allem, dass man sich in die Sprachmelodie der Ausgangs- und Zielsprache hineinversetzen kann.Die Unterseiten dieser Website werden sich folglich unterschiedlichen Kombinationen von Ausgangs- und Zielsprache widmen, wie beispielsweise Deutsch > Englisch, Deutsch > Spanisch,  Deutsch > Französisch, Deutsch > Chinesisch oder Deutsch-Japanisch. Damit werden die wichtigsten Verkehrssprachen der Welt abgedeckt sein mit einer großen Datenbank an möglichen Übersetzungen, Begriffen, etc.Schließlich ist es von enormer Wichtigkeit, dass solche Ressourcen nicht nur Entsprechungen einzelner Wörter in einer anderen Sprache wiedergeben, sondern dass auch Redewendungen, Phrasen und Wörter im Kontext kompletter Sätze zu finden sind.Dies macht nämlich einen weiteren wichtigen Teil der Aufgaben eines Übersetzers aus.

Er/Sie muss praktisch im Vorfeld bereits vor Augen haben, wie das Gerüst der Übertragung in die Zielsprache aussehen wird bzw. wie er/sie am besten das bestehende Konstrukt der Ausgangssprache ‚seziert‘, um dann die einzelnen Bestandteile in der Zielsprache sinngemäß zusammenfügen zu können.Dieses Vorgehen kommt der Aufgabe eines Übersetzers am nächsten, muss er und sie doch darauf achten, dass auf dem Weg nichts verloren geht und wenn, dann sollte es ähnlich der Waschmaschine sein, die man auseinander nimmt, prüft, wieder zusammensetzt und dann merkt, dass man wohl eine Schraube hat liegen lassen. Dennoch: Sie funktioniert und das besser als vorher. Daher war die Schraube nur unnötiger Ballast. Nach diesem Schema funktionieren auch Übertragungen von der Ausgangs- in die Zielsprache: Es geht bestimmt nicht darum, jedes Wort für sich einzeln und aus dem Kontext gerissen zu übersetzen. Schließlich bedeutet der Zusammenhang auch Zusammenhalt, also Textur oder auch Gewebe, welches nicht nur, aber vor allem bei Sprache lebendig ist.

Man sollte also beim Überführen der Sprache auch darauf achten, dass jedes Morphem für sich seinen Rucksack an Konnotaten und Denotaten vorher sortiert und das, was auf der anderen Seite nicht gebraucht wird, auch nicht mitschleppt. Schließlich haben Fähren und Schiffe auch eine Begrenzung der maximalen Nutzlast. Ist die Ladung zu schwer, wird man unweigerlich im Wortschwall ertrinken oder am Babylonischen Leuchtturm zerschellen. Der Übersetzer dient hier gleichsam als Lotse, Fährmann und Einweiser. Mal salopp gesagt …

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